CDU und GRÜNE wollen Wohnungsbau ankurbeln und Mittelstandsquote stärken
Um den Wohnungsbau in Eschborn wieder stärker voranzubringen und gerade den Eschborner Bürgern Wohnraum zur Verfügung stellen zu können, schlagen die CDU-Fraktion und die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen vor, die Quote für geförderten Wohnraum von bislang 30 auf 20 Prozent zu senken.
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Oberlis erklärt:
Die aktuell hohe Sozialwohnraumförderung ist in vielen Fällen ein Hemmnis für neue Bauprojekte. Wer in Eschborn bauen will, benötigt verlässliche und wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen. Mit der Anpassung auf eine 20/80-Quote schaffen wir mehr Anreize für Investitionen – und damit auch für zusätzlichen Wohnraum insgesamt. Gleichzeitig ist es uns wichtig, den Charakter unserer Wohnquartiere zu erhalten und zu stärken; dies gilt für die Art der Projekte sowie für das Maß der Verdichtung. Wir müssen mit Augenmaß handeln und konzeptionell arbeiten.
Künftig soll deshalb gelten: Wer 30 oder mehr Wohneinheiten plant, muss 20 Prozent davon im geförderten Wohnungsbau errichten.
Gleichzeitig betont Oberlis, dass Eschborn bereits eine gute Ausgangsbasis hat:
Beim sozialen Wohnungsbau gehört Eschborn zur Spitzengruppe im Main-Taunus-Kreis - bezogen auf die Einwohnerzahl liegt unsere Stadt sogar auf Platz eins. Wir wollen deshalb die Quote jetzt mit Augenmaß anpassen, um die soziale Balance nicht aus dem Blick zu verlieren. Klar ist, dass unsere eigene Wohnbaugesellschaft GWE unabhängig vom geförderten Wohnungsbau für die Breite unserer Gesellschaft baut. Dies wollen wir erhalten und gleichzeitig mittelfristig die schwarze Null bei der GWE erreichen, damit die Belastung im Haushalt zukünftig sinkt und der langfristige Nutzen für Eschborn gesichert wird.
Ergänzend wollen die beiden Koalitionsfraktionen ein Modell für das so genannte Mittelstandswohnen entwickeln. „Viele Menschen fallen durch das Raster des klassischen sozialen Wohnungsbaus, finden aber trotzdem kaum bezahlbaren Wohnraum – etwa junge Familien, Studierende oder ehrenamtlich Engagierte, z. B. bei der Feuerwehr oder in den Vereinen. Auch für sie benötigen wir Lösungen, um unsere Eschborner Gesellschaft zu stärken“, so Oberlis.
Deshalb soll es künftig – stets vorbehaltlich der Zustimmung des Magistrats – möglich sein, die Quote auch durch Wohnraum für diese Zielgruppen zu erfüllen. Ziel ist es, den Wohnungsmarkt insgesamt zu entlasten und mehr bezahlbare Angebote für breite Teile der Bevölkerung zu schaffen – gerade auch für die jungen Eschborner und Niederhöchstädter Bürger.