CDU lädt die GRÜNEN zu Koalitionsverhandlungen ein
Mit 14 Sitzen und einem Zugewinn von drei Mandaten in der Eschborner Stadtverordnetenversammlung ist die CDU die klare Gewinnerin der Kommunalwahl 2026. Deshalb luden die Christdemokraten alle demokratischen Parteien zu Sondierungsgesprächen ein.
„Mit FDP, FWE, GRÜNEN und SPD haben wir in gegenseitiger Wertschätzung jeweils gute und konstruktive Gespräche geführt“, berichtet der CDU-Parteivorsitzende Sebastian Brekner. „Uns war besonders wichtig, auch mit der FWE zu sprechen, obwohl beiden Seiten von Beginn an klar war, dass eine künftige koalitionäre Zusammenarbeit aufgrund der neuen Sitzverteilung eher unwahrscheinlich sein würde. In den vergangenen fünf Jahren haben wir vertrauensvoll mit der FWE zusammengearbeitet. Daran wollen wir anknüpfen – auch wenn die FWE voraussichtlich nicht Teil der zukünftigen Koalition sein wird.“
Obwohl die Gespräche mit der SPD in angenehmer und vertrauensvoller Atmosphäre stattfanden, stellte die CDU schnell fest, dass die inhaltlichen Überschneidungen mit den Eschborner Sozialdemokraten in Relation zu den weiteren Gesprächspartnern am geringsten sind. Brekner: „Deshalb haben wir uns entschieden, die Gespräche zunächst mit FDP und GRÜNEN zu vertiefen. Wir haben beide Parteien zu einer zweiten Sondierungsrunde eingeladen, nachdem der Parteivorstand auf Grundlage der ersten Gespräche zu dem Ergebnis kam, dass wir uns mit beiden grundsätzlich eine Zusammenarbeit vorstellen können.“
Schließlich sprach sich der CDU-Parteivorstand am gestrigen Mittwoch nach intensiven Beratungen für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit den GRÜNEN aus. Brekner: „In den vergangenen fünf Jahren haben wir gemeinsam viel auf den Weg gebracht. Wir sehen daher gute Anknüpfungspunkte, um diesen Kurs gemeinsam mit Bürgermeister Adnan Shaikh in den kommenden Jahren fortzusetzen und vor allem neue christdemokratische Akzente zu setzen.“
Brekner weiter: „Der FDP und den von ihr in die Gespräche entsandten Vertretern danken wir ganz ausdrücklich für die sehr guten und inhaltlich detaillierten Gespräche, die gezeigt haben, dass große politische Schnittmengen zwischen den beiden Parteien bestehen und die als wichtiger Grundstein für wachsendes gegenseitiges Vertrauen und gemeinsame politische Verantwortung für unsere Stadt dienen können und sollten.“
Mit Blick auf die anstehenden Koalitionsverhandlungen fasst Brekner zusammen: „Uns ist bewusst, dass sich jede Partei in einer Koalition programmatisch wiederfinden muss. Gleichzeitig werden sich die starken Zugewinne der CDU auch inhaltlich in einer neuen Koalitionsvereinbarung widerspiegeln müssen. Auf dieser Grundlage werden wir in den nächsten Tagen mit den GRÜNEN an einem entsprechenden Vertragswerk intensiv arbeiten.“